Re: Grundschüler demnächst auch mit Handy… - Eine Milliarde Handy-Nutzer Anfang 2002

ing-so-long-dls-sti-3/”>handyas ist das für eine These? Inwieweit hängt die schulische Leistung
> vom Besitz der Dinge ab, die gerade “in” sind? Bin ich mit 33
> Jahren
> zu alt, um das zu kapieren?
In einer Umgebung, in der man sich nicht akzeptiert fühlt, ist man
schweigsam und versucht nicht aufzufallen. Das gilt auch für die sog.
“mündliche Leistung” im Unterricht. Jugendliche und Kinder sind in
ihrem Sozialverhalten wesentlich grausamer als Erwachsene. Und das war
auch schon immer so. Das liegt vor allem daran, daß sie wesentlich
ehrlicher sind und aussprechen, was ein Erwachsener nur denkt. (nur um
Vorzubeugen, daß wieder einer mit einem “die Jugend von
heute”-Kommentar kommt)
> Wenn das Handy vorrangig diesem Zweck dient, ist dagegen sicherlich
> nicht viel einzuwenden. Aber das rumtippen, quatschen, SMSen und
> mit
> den neuesten Themes (hey, ich hab’ 300 Sounds gespeichert!)
> angepiepst
> zu werden, sorgt höchstens dafür, dass das Ego der Kids zu
> ungeahnten
> Höhenflügen ansetzt und wenn der Trend sich wendet, sie häufig eine
> satte Bauchlandung machen!
Der Gedankengang ist nicht nachvollziehbar. Wenn der Trend sich wendet,
läuft man dem nächsten Trend hinterher. Es gab schon immer Sachen, die
“in” waren und genausolange sind Jugendliche davon am meisten
betroffen.
> Wenn sich die Kinder diese Dinge von ihrem hoffentlich
> angesparten(?)
> Taschengeld kaufen, bitte schön! Aber wenn sie monatlich wer weiß
> wie
> viel Geld zur unkontrollierten Verfügung in den Rachen gestopft und
> dann noch laufend teures “Spielzeug” geschenkt bekommen, wie sollen
> die
> denn den sinnvollen Umgang mit Geld lernen? Ich weiß, das ganze
> klingt
> sehr altmodisch und kleinbürgerlich.
Es klingt nicht nur so.
> Wenn ich zurückblicke, habe ich meinen ersten Computer (C64 mit
> Disketten-LW für damals (1984) DM 1350,–) von meinem ersparten
> Taschengeld (monatlich DM 5,–, später DM 10,– (kann sich das
> jemand
> vorstellen?)) gekauft. Auch zwei PCs sowie die notwendige
> Peripherie
> sind auf diese Art in meinen Besitz gekommen.
Und die Kinder von heute laden von ihrem Taschengeld ihre CallYa-Karte
auf. Das Taschengeldniveau ist halt gestiegen. Und Dein Taschengeld war
auch zu seiner Zeit schon extrem niedrig. Mit 17 hatte ich schon über
DM 100.- Taschengeld.
> Sparsamkeit und Vernunft zahlen sich einfach auch aus. So konnte
> ich
> mir vor zwei Jahren mein erstes Haus kaufen. Und jetzt spare ich
> mir
> wieder die Miete für die Zukunft. Mal sehen, wie’s weitergeht…
Ich bin ein verwöhntes Balg und habe es dennoch zu etwas gebracht. Gut,
ein Haus habe ich nicht, aber ich bin auch 10 Jahre jünger als Du.
Gruß,
Pioneer.

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