Re: Als ich mir 1994 als Student ein Handy holte, wurde ich von dieser - Drei von vier Deutschen haben ein Handy
> …
> > Tja, willkommen in der Realität: Früher wurden Handy-Besitzer nicht
> > angegiftet. Sie wurden eher bemitleidet oder verspottet. Angegiftet
> > wird heute, wenn so ein Idiot meint, mit seinem Knochen ein ganzes
> > Zugabteil unterhalten zu müssen, oder zu dusselig war, vor dem
> > Kino/Theater/Fetenbesuch das Teil auszuschalten.
> Nein, früher wurden die Leute voller Missgunst beneidet weil Händies
> noch teuer waren und sie kaum jemand hatte. Dehalb hat man sich über
> die aufgeregt.
Natürlich war das meist Missgunst und Neid. Aber eigentlich nie in
Richtung Angiftung.
> Abgesehn davon kann man sich besser über jemanden aufregen der in der
> Bahn nebeneinem sitzt als über das schlechte Wetter. Zumindesten hat
> man den Eindruck es würde etwas bringen sich aufzuregen.
Ich rege mich da nicht auf, aber es nervt halt. Ich verbringe tägl. 2
Stunden in öffentlichen Verkehrsmitteln. Und diese laute Sabbelei und
das ständige aber halt nicht stetige “Tüdeldüt” überall nervt bei der
Lektüre diverser Zeitschriften oder beim dösen.
> Heute kosten Händies nix mehr und jeder hat eines, oder könnte sich
> eins leisten. Deshalb regt sich heute kaum noch jemand auf.
Ich habe mich früher dann aufgeregt, wenn öffentlich mit der
deutlichen Absicht telefoniert wurde, dass jeder es sieht. Derjenige
bekam dafür meinen Spott.
Heute rege ich mich über Störenfriede auf, die nicht wissen, wann ihr
Handy zweitrangig ist oder sie andere stören. Derjenige bekommt es
unter Umständen von mir deutlicher zu spüren (je nach Nervgrad), als
die armen Wichte früher.
MfG Stefan Milcke
42 ;-