Re: Habe kein Handy Thread - Drei von vier Deutschen haben ein Handy

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handy Es gibt wohl kaum jemanden, der immer erreichbar sein muss. Aber ist
> es nicht einfach praktisch, wenn man z.B. bei einer Panne einfach mal
> eben den ADAC anrufen kann, anstatt nach Telefonzellen Ausschau zu
> halten oder Passanten anlabern zu müssen?
Sicher ist es auch praktisch. Aber ich male mir nicht ständig
irgendwelche Notfallssituationen aus in denen ich ein Handy brauche
(wenn ich auf z.B. auf eine Bergtour gehen würde, würde ich sicher
schauen das ein Handy dabei ist), und noch viel seltener tritt so ein
Fall ein.
>
> Was ist so schlimm daran, dass das Handy die Zeitplanung erleichtert?
Hmm nein ich meinte: Das Planen und Einhalten der Zeit. Das Handy
verführt manchmal ein wenig lasch mit der Zeit umzugehen, weil man ja
noch immer schnell anrufen kann, wenn man zu faul war rechtzeitig aus
dem Bett zu kriechen (dann kommt wieder ne Storry von Stau und so.
Stau gehört in die Zeitplanung eingerechnet)
> Deine Ausführungen erinnert mich an eine alte Lehrerin von mir, die
> meinte, dass Schnellwahltasten und Handy-Telefonbücher schädliche
> Auswirkungen auf das Kurzzeitgedächnis hätten, weil man ja jetzt
> keine Zahlen mehr auswendig lernen müsse.
Noe ich habe sonst nichts gegen Handys (nur gegen doofe Leute die
sich den letzten Eintages-Hitparaden-Hit als lautstarken klingelton
auf das Handy laden)
Ich kann sicher nicht für die allgemeinheit sprechen, aber bei meinem
Kollegenkreis nam einfach die Pünktlichkeit mit den Handys ab (obwohl
ich nicht direkt davon betroffen war, denn wie gesagt, bin ich dann
einfach weg wenn die Leute nicht mehr oder weniger pünktlich kommen).
> Mit Handys kann man viel
> kurzfristiger und effektiver planen - Anrufe der Sorte “Hallo, wo
> bist Du gerade? Hast Du Lust, auf ein Bierchen vorbeizukommen?” waren
> früher kaum möglich.
Noe das geht zumindestens in meinem Fall sehr gut.
> Oder auch nur der Anruf: “Ich steck noch im
> Stau, ihr könnt schonmal ohne mich zu essen anfangen, ich komme erst
> später”.. Ich würde einen Verzicht darauf durchaus als Einschränkung
> meiner Lebensqualität empfinden.
Gutes
Beispiel. Das kenne ich jeweils, wenn ich mal wieder bei den
Eltern zum gemeinsamen z’Nacht eingeladen bin. Dann klingelt das
Telefon und der Vater meint er sei in 15 Minuten zu Hause und sei
schon am Bahnhof soundso (aber schon in der Zeitrechnung 15-20
Minuten verpätet). Täuscht IMHO darüber hinweg, das er die Zeit
versifft hat.
>
> Sicher _kann_ man auf ein Handy verzichten. Man kann auch auf ein
> Auto verzichten, auf einen Regenschirm, sogar auf das Internet oder
> PCs. Konsequent weitergedacht kann man ebenso ohne elektrisches Licht
> leben, und ohne Wasserspülung und ohne Waschmaschinen. Aber alle
> diese Dinge verbessern die Lebensqualität spürbar.
Und ich verzichte auf das Handy (bis jetzt). Ich fühle mich punkto
Lebensqualität überhaupt nicht eingeschränkt. Eher das Gegenteil:
Denn würde ich einen Anruf (den ich Dank Nummernanzeige) nicht
abnehmen, kriege ich das nächste mal die Ohren vollgeheult wieso ich
nicht abgenommen habe.
> Was unerwünschte
> Anrufe betrifft: Die Dinger zeigen normalerweise an, wer anruft -
> wenn nicht, hat der Anrufer das abgeschaltet (und in dem Fall würd
> ich gar nicht drangehen).
Ja das ist noch ein brauchbares Feature. Das lässt sich allerdings
wahrscheindlich auch von der Anruferseite her abschalten oder nicht?
Also ich schätze es irgendwie noch sehr wenn andere Leute ein Handy
haben, denn dadurch sind sie sehr leicht zu überwachen. Ich schicke
ein SMS und kriege automatisch ne Empfangsbestätigung, und weiss
somit das sie ihr Handy eingeschaltet haben, und kann sie dann
anmotzen wenn sie nicht antworten.
> Lautes Klingeln in der Öffentlichkeit
> gehört seit der Erfindung des Vibrationsalarms auch der Vergangenheit
> an. Und erst recht wird niemand gezwungen, sich den Daumen wund zu
> SMSen.
Ack.
>
> Klar, es ist Deine Sache, wofür Du Dein Geld ausgibst. Aber glaube
> mir, wenn Du einmal den Komfort des Handybesitzes kennengelernt hast,
> wirst Du es nicht mehr missen wollen.
Naja ehrlich gesagt kenn ich mich mit den Preisen nicht aus. Früher
(vor 2-3 Jahren) hat mal ne Kollegin um die 60 Fr. im Monat fürs Abo
zahlen müssen. Wahrscheindlich sind da die Preise sicher auch
gefallen. 2 Monate kein Handy = 1 Guitarren-Effektgerät = ca. 6 Kino
Filme = ca. 15 grosse Guinnes Biere = 120 Flipper Games, etc. Die
Alternativen machen mir mehr Spass, als mal im Stau stecken zu
bleiben. :-)
> Im übrigen halten sich die
> Kosten bei normalem Gebrauch durchaus in Grenzen. Wer natürlich
> glaubt, 20 Minuten am Tag mit seiner Freundin telefonieren zu müssen,
> wird schnell merken, dass die Mobilfunkbetreiber irgendwie ihre
> UMTS-Ausgaben refinanzieren müssen..
Wie gesagt kenne ich mich mit den aktuellen Preisen überhaupt nicht
aus. Z.B. ein Handy mit günstigen Tariffen mit einem “Homenet” zu
Festnetzpreisen ist schon interessant. Aber trotzdem benötige ich
immer noch einen Festnetzanschluss für die Modemfailoverleitung falls
mal die SDSL-Leitung (vom Arbeitgeber gesponsert) ausfällt. Mein
Kollegenkreis beantwortet Emails schneller und häufiger, als viele
Handy-User ihre CommBox abhören, wenn sie das Handy mal ausgeschaltet
haben.
Bei dir mag das völlig anders aussehen, aber meine
Kosten-Nutzungsrechnung spricht bis jetzt immer noch gegen ein Handy
(und es ist IMHO irgendwie auch noch cooler wenn du ner Frau statt
deine Handynummer zu diktieren, einen Fresszettel mit deiner Adresse,
Email, und Telefonnummer in die Hand drückst).
IMHO sehe ich die Nichterreichbarkeit wegen Handyabstinenz schon
wieder als Privileg an, mit dem man sich von dem gemeinen Pöbel
(nicht ganz ernst gemeint ;-) ) abheben kann. Obwohl sich meine
Kommunikation sehr um Emails, IM-Systeme, Talk, etc. gruppiert, ist
es immer mal wieder cool einen Brief altmodisch mit Füllfeder und
Papier zu schreiben ( das Gefühl beim Empfänger ist einfach anders,
wenn er beim Frühstück einen klassischen Brief öffnen kann, als wenn
das Handy nervös piipst wenn er/sie es am morgen einschaltet).
Ne witzige Sache habe ich heute auch wieder einmal beobachtet. Das
Handy führt bei immer mehr Leuten zu Zwangsneurosen: Sobald sie
irgendwie gelangweilt sind, oder die Zeit totschlagen müssen (weil
sie auf die ÖV’s warten) kramen sie ihr Handy hervor und drücken wie
wild darauf rum, um im 30 sek. Takt zu schauen ob ihnen vielleicht
jemand etwas geschriben hat. Um nochmals auf deinen Punkt der
Lebensqualität zurückzukommen: Nein ich vermisse keine
Lebensqualität! Wennn ich Zeit totschlagen muss, dann fange ich
lieber ein Gespräch an, sofern sich irgendwelche Leute finden lassen,
die nicht völlig mit der “muss mal checken ob mir vielleicht jemand
was geschrieben hat”-Neurose beschäftigt sind. :-) Naja, dies soll kein Angriff auf Handybenützer sein, sondern nur eine
persöhnliche Beobachtung. Wer weiss… vielleicht kaufe ich mir schon
morgen ein Handy. ;-) - Yasa

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