Re: *diese* Handy-Deklaration ist ein Schwindel - Ärzte fordern Warnhinweis auf Handy-Verp…

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handy> > Graf Zeppelin schrieb am 22. Mai 2001 0:15:
> > > Es ist zwar schwierig, Effekte wie Durchlässigkeit der
> > > Blut-Hirn-Schranke,
> >
> > Achtung - da hat ein Laie wieder einmal einen Begriff
> aufgeschnappt,
> > ohne zu verstehen, worum es sich dabei handelt! Ich möchte hier
> für
> > Dich den Anatomen Otto Bucher zitieren: “Die Astrozyten sind das
> > morphologische Substrat der Blut-Hirn-Schranke”. (deren Fortsätze
> > umhüllen die Kapillargefäße des Gehirns). Bitte erkläre doch
> einmal,
> > wie die von Dir unterstellten Effekte sich auswirken - müssten
> > diese sich dann nicht hervorragend mikroskopisch darstellen bzw.
> im
> > Tierversuch reproduzieren lassen??? Außerdem: wenn Deine
> > Blut-Hirn-Schranke nicht durchlässig wäre (z.B. für Wasser,
> > Glucose, Sauerstoff etc.), hättest Du wohl ein kleines
> Problemchen;
> > auch viele Medikamente könnten dann wohl nicht so recht wirken,
> > oder?
>
> naja, gerade fuer viele medikamente ist die ueberwindung der BBB
> durchaus ein problem, da sie ja gerade dazu dient, schadstoffe vom
> hirn
> fernzuhalten. wenn es nun moeglich waere, durch EMR die
> durchlaessigkeit (und sei es nur zeitlich befristet) zu erhoehen,
> dann
> waere das fuer die medizin ein wahrer segen, denn damit wuerde ein
> wesentliches problem der zns-pharmaka wegfallen: den wirkstoff
> dahin zu
> bringen, wo er seine wirkung entfalten soll, naemlich ins gehirn.
> aus
> diesem grund halte ich berichte ueber eine erhoehung der
> durchlaessigkeit fuer durchaus zweifelhaft.
>
> cu
> 59cobalt
In der Tat; apolare / “fettlösliche” / hydrophobe Wirkstoffe überwinden
in der Regel die “Blut-Hirn-Schranke” besser als ihre
hydrophilen “Gegenstücke”.
Ich halte es nur für extrem unglaubhaft, daß die Astrozyten innerhalb
von
wenigen Minuten (wie hier auch schon behauptet wurde) die Kapazität
ihrer Transportmechanismen herauf- oder herunterregulieren; ein
massiver Schaden an den Zellmembranen (wie z.B. bei einer
Minderversorgung des Gehirns mit Sauerstoff, der erwiesenermaßen zu
Schrankenstörungen führt) könnte so etwas bewirken - und das wäre
vermutlich nicht reversibel und _müsste_ sich z.B. im Tierexperiment
histologisch nachweisen lassen…
Der Mißbrauch des Begriffes “Blut-Hirn-Schranke” ist ein gutes Beispiel
dafür, wie Laien Schlagworte verwenden, um sich selbst den Anschein von
Kompetenz zu verleihen und noch unwissendere Laien von ihren Ideen zu
überzeugen….

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