Re: Handy ja, GSM nein - Handy-Telefonate möglicherweise bald im …
Meine Güte, ein Spezialist.
> Ich denke, dass ein gewöhnliches GSM-Handy sehr krasse
> Störungen verursacht, da GSM-Signale pulsmoduliert
> gesendet werden.
“Pulsmodulation” (was Du meinst, nennt sich übrigens
“Amplitudenmodulation” im Gegensatz zur unten erwähnten
“Frequenzmod.”)
ist NICHT der Grund, daß
- es
> Wenn selbst aus aus 3 Metern Entfernung das berühmte
> “bbbrrrt, bbbrrrt, bbbrrrt!” im Radio zu hören ist
Der Grund liegt im verwendeten Zeitschlitzverfahren, bei dem in
kurzer Zeit mit “viel” Leistung gesendet wird, und dann wieder
garnicht.
Stell Dir das so vor: Will ich ein Signal per Amplitudenmodulation
digital übertragen, könnte ich rein theoretisch pro Amplitude ein bit
Information rüberbringen (grob, ich streite jetzt nicht über
halbwellen und so).
Das sind 900 bzw. 1.800 mio bit bei GSM-Frequenz.
Ein Zeitschlitz ist dagegen eine bestimmte Zeitdauer, z.b. 1/10 sec,
während der ich senden darf. während 1/10 sec kann ich _theoretisch_
mit oben angegebenem Verfahren 90 bzw. 180 mio bit übertragen.
Genausogut kann ich natürlich auch mit Zeitschlitzen in Verbindung
mit Frequenzmodulierten Signalen arbeiten.
Diese beiden Prinzipien (Frequenz/Amplitude - Zeitschlitz) haben
schlicht absolut nichts miteinander zu tun.
Der Unterschied ist klargeworden?
Leute, jetzt mal ganz im Ernst: Es ist irgendwie ziemlich peinlich,
was hier bei einer Technologie, die seit Jahren für jeden nachlesbar
feststeht für ein Stuss verzapft wird.
Ich behaupte nicht, Profi zu sein, aber wer ernsthaft eine
Technologie bewerten will, wie mein Vorredner, sollte doch mal die
einschlägigen Standards lesen.
GSM ist doch keine brandneue Geheimtechnologie.
Wer bei so alter Technik den Fachmann raushängen lässt und dabei
derart danebenhaut, ist einfach nur peinlich.
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